Fettleder & Pflege

Fettleder begleitet mich und meine Hunde schon seit vielen Jahren. Ich schätze besonders seine Robustheit, Geschmeidigkeit und die wunderschöne Patina, die mit der Zeit entsteht. Damit du lange Freude an deinem Kawaya-Produkt hast, findest du hier einige Informationen zum Material und zur Pflege.

Material – Fettleder
Für meine Produkte verwende ich ökologisch gerecht gegerbtes Rindleder (Kombinationsgerbung) sowie umweltfreundlich und ohne AZO-Farbstoffe durchgefärbtes Fettleder.

Fettleder ist ein besonders robustes Rindleder, das während des Herstellungsprozesses tief mit speziellen Fetten und Ölen durchgefettet wird. Dadurch ist es sehr geschmeidig, strapazierfähig und langlebig.
Mit der Zeit entwickelt das Leder seine ganz eigene Patina und wird durch den täglichen Gebrauch immer weicher und angenehmer in der Hand.

Durch den hohen Fett- und Ölgehalt können insbesondere dunkle Lederfarben anfangs und bei Nässe leicht abfärben. Dies lässt mit der Zeit nach und stellt keinen Qualitätsmangel dar.

Fettleder ist ein Naturprodukt. Farbton und Struktur können daher von Ledercharge zu Ledercharge minimal variieren. Jedes Rind hat schließlich unterschiedliche Hauteigenschaften. Zudem werden Farben je nach Bildschirm- und Geräteeinstellung unterschiedlich dargestellt.

Pflegehinweise
Fettlederprodukte benötigen grundsätzlich keine besondere Pflege und sind sehr pflegeleicht. Meine „neueste“ Leine (8 mm breit) ist inzwischen über 3,5 Jahre alt – und ich habe bisher noch nichts daran gemacht.
Je mehr man die Leine benutzt, desto geschmeidiger wird sie. Auch unsere Hände und das Fell unserer Hunde enthalten natürliche Fette, die das Leder zusätzlich pflegen.

Nach starker Nässe kann sich das Leder vorübergehend etwas härter anfühlen. In diesem Fall hilft es oft schon, die Leine mit Händen und Füßen gut durchzukneten. Sollte sie danach immer noch zu fest sein, kann man sie sparsam nachfetten.

Ob Lederöl oder Lederfett besser geeignet ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Meiner Erfahrung nach funktionieren beide Produkte. Wichtig ist jedoch, sie wirklich sparsam zu verwenden.
Ich persönlich benutze lieber Lederfett, da es sich besser dosieren lässt und das Leder schön geschmeidig macht. Zusätzlich verwende ich gelegentlich Lederbalsam mit Bienenwachs, wenn die Leine weniger Wasser aufnehmen soll – zum Beispiel vor einem Strandurlaub.

Wichtig: Bitte keine Speiseöle wie Oliven- oder Rapsöl und auch keine Körperpflegeprodukte verwenden. Mit der Zeit können diese ranzig werden, unangenehm riechen und das Leder bei Kälte hart werden lassen.

Reinigung
Getrockneter Schmutz lässt sich am besten einfach abbürsten.Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann die Leine auch mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt werden, zum Beispiel mit Kernseife oder Sattelseife. Fettleder verträgt das in der Regel sehr gut.

Anschließend sollte die Leine langsam an der Luft trocknen. Bitte niemals auf der Heizung oder in der prallen Sonne trocknen lassen. Danach die Leine gut durchkneten und bei Bedarf sparsam nachfetten.

Aber wie ganz oben geschrieben: Fettleder ist sehr pflegeleicht – perfekt für die Faulen unter uns … so wie mich.
Natürlich schadet ein bisschen Pflege trotzdem nie.